Lichtschule
Hierophant-Verlag

Verantwortung und Konsequenz


Dann machen wir jetzt mit dem Informations-Input noch etwas weiter ...

Jetzt werfen wir noch einen Blick auf die Konsequenzen. Auch hierbei gibt es wieder viele verschiedene Ebenen:
- Die Konsequenzen für mein eigenes Ego.
- Die Konsequenzen für mein Herzensfeld, für mein Inneres Kind.
- Die Konsequenzen für die Egos der anderen.
- Die Konsequenzen für die Kommunikation auf der Herzensfeld-Ebene mit den anderen.

Und darüber hinaus spielen die Aspekte von Bestrafung und Belohung eine bedeutsame Rolle. Die Konsequenzen sind immer ein Impuls, wie es zukünftig weiter geht. Man spricht hierbei von negativen oder positiven Verstärkern. Und aus diesem Zusammenspiel von Konsequenzen und Bestrafung und Belohung ergeben sich Impulse für negative Entwicklung = Regression oder aber für positive Entwicklung = Wachstum. Insgesamt gibt es auch hier wieder vier mögliche Konsequenzen:
- das Erfahren eines positiven Reizes = Belohnung
- das Wegfallenfallen eines positiven Reizes = Bestrafung
- das Erfahren eines negativen Reizes = negative Verstär

Gerade in unserer Zeit der Transformation spielt das Thema "Verantwortung uns Konsequenz" eine sehr, sehr wichtige, elementare und grundlegende Rolle. Immer mehr Menschen machen sich auf und gehen ihren ganz eigenen Weg. Sie gehen ihre ganz persönlichen Entwicklungsschritte in ihrem ganz eigenen Tempo und in ihre ganz eigene Richtung. Und diese drei Faktoren "eigene Schritte", Tempo und Richtung können in unserem Umfeld (privat wie auch beruflich) zu massiven Meinungsverschiedenheiten führen. Während unserer Kindheit haben wir es bitterlich erfahren, erleiden und erdulden müssen, dass wir unsere eigenen Schritte, die Schritte, die unser Inneres Kind hätte gehen wollen, nicht gehen durften. Wir wurden dazu gezwungen, uns anzupassen.

Und folglich blieb unsere Selbstliebe wie auch unsere Verantwortung uns selbst gegenüber vollkommen auf der Strecke. Als Kinder haben wir gelernt, das Verantwortung tragen bedeutet: FÜR DIE ANDEREN: für unsere Eltern, für die Geschwister, für die Erzieher und Leherer, für die Gesellschaft, für die Natur, für die anderen eben. Klar durften wir uns auch hier und dort mal selbst leben, aber aben nicht frei, nicht einfach so, nur im Rahmen und mit der Genehmigung der Eltern, der anderen, derjenigen, von denen wir als Kind abhängig waren. Und taten wir dies nicht, verhielten wir uns frech so wie WIR es wollten, so bekamen wie die Konsequenzen schnell und schmerzhaft zu spüren.

Was wir damals jahrelang als Kind erlebt und erlitten haben, prägte uns natürlich sehr und prägt uns bis heute. Und es prägt natürlich auch unser heutiges Verhalten, ob wir selbst heute uns selbst überhaupt begegnen (oder immernoch unbewusst abhängig von unseren Eltern sind) und ob wir heute Verantwortung für die anderen, für unsere Eltern oder für uns selbst übernehmen. Wenn wir keine Verantwortung für unsere Eltern (für die anderen) übernehmen, so hat dies sehr leicht und sehr schnell sehr unliebsame Folgen für uns. Plötzlich werden wir angemault, kriegen Ärger, kriegen kein Geld mehr, verlieren das Vertrauen der anderen, leiden unter einem schlechten Gewissen und bekommen Schuldgefühle eingeredet. All dies fühlt sich ziemlich doof an und da kann man gut drauf verzichten.

Wenn wir uns selbst gegenüber keine Verantwortung übernehmen, so guckt zwar mein Inneres Kind in die Röhre und mein Herzensfeld stirbt ab, aber es gibt für mich keine äußerlich spürbaren Konsequenzen (und die innerlich spürbaren Konsequenzen lassen für gewöhnlch etwas auf sich warten). Mein Inneren Kind und mein Herzensfeld ziehen auch keine Konsequenzen, denn sie sind beide reine, göttliche Liebe. Und Liebe straft nicht. Liebe erlaubt, lässt frei und lässt geschehen. Mein Inneres Kind ist höchstens traurig, aber es wird nicht böse. Wenn ich meine Verantwortung mir selbst gegenüber nicht gerecht werde, geht also von mir keine Gefahr für mich aus.

Das ist bei den anderen Menschen eben anders. Wenn ich mich anders verhalte als wie sie es für richtig halten und wie sie aus ihrer Sicht meinen, dass ich Verantwortung für mein (unangepasstes) Verhalten übernehmen müsste, so regen sie sich auf und ich bekomme die geballte Wut und den massiven Ärger ihrer Egos zu spüren. Vorstellungen, Erwartungen und Enttäuschungen und damit verbunden Ärger, Wut, schlechtes Gewissen, Schuld, falsches oder verantwortungsloses Verhalten gibt es immer nur auf der Ego-Ebene.

Dies bedeutet, wir haben vier Bezüge, wie wir Verantwortung übernehmen können:
- Ich übernehme Verantwortung für mein Ego.
- Ich übernehme Verantwortung für mein Inneres Kind.
- Ich übernehme Verantwortung dafür, dass ich die Egos der anderen nicht kränke.
- Ich übernehme Verantwortung und verhalte mich in Interaktion mit den Inneren Kindern der anderen.

Meine eigene Selbstliebe lebe ich nur dann, wenn ich die Verantwortung für mein eigenes Inneres Kind übernehme. Alles andere ergibt sich hieraus automatisch. Mein Ego dreht anfangs ab und dann setzt für mich und mein Umfeld der Prozess der Transformation sowie der inneren und äußeren Entwicklung ein. Viele Menschen scheuen sich davor, diese Verantwortung tatsächlich und wahrhaftig zu übernehmen, denn dies kann dann auch dazu führen, dass mein Inneres Kind das Gejammer und Geklage der anderen nicht länger ertragen mag und einfach lieber spielen gehen möchte - und dies auch tut. Woraufhin die anderen natürlich zunächst beleidigt reagieren und dann die Chance bekommen, sich selbst in ihrem Tempo zu entwickeln.

Beobachte ich mich selbst aufmerksam, so kann ich feststellen, dass ich selbst heute von den Menschen in meinem Umfeld genau dasselbe erwarte, wie es damals in meiner Kindheit von mir erwartet wurde: sie sollen anders sein, sie sollen sich gefälligst anders verhalten und sie sollen das tun und das machen, was ICH für richtig halte. So wurde es damals auch von mir als Kind erwartet. Meistens sind wir so unbewusst, dass wir uns selbst nicht genügend reflektieren und deshalb all dies auch nicht wirklich bei uns selbst bemerken und nicht wahrhaben wollen. Aber es lohnt sich, da mal genauer hinzuschauen.

Du kannst jetzt aufschreiben, mit welchen Aussagen oder Feststellungen von dieser Seite Du noch Probleme hast. Welchen Behauptungen stehst Du eher kritisch gegenüber? Hier kannst Du Dich jetzt ernst nehmen, die Verantwortung übernehmen und es einmal kurz notierene. Es geht dabei nicht um richtig oder falsch, sondern darum, Dich selbst zu erkennen. "Ich weiß, wer ich bin, wenn ich weiß, wer ich nicht bin." Und Du kannst Dich gut selbst in denjenigen Punkten erkennen, in denen Du anderer Meinung bist als ich.

Hast Du Klarheit gewonnen und ein paar Punkte aufgeschrieben?

Nein Ja