Dann machen wir jetzt mit dem Informations-Input noch etwas weiter ...
Jetzt werfen wir noch einen Blick auf die Konsequenzen. Auch hierbei gibt es wieder viele verschiedene Ebenen:
- Die Konsequenzen für mein eigenes Ego.
- Die Konsequenzen für mein Herzensfeld, für mein Inneres Kind.
- Die Konsequenzen für die Egos der anderen.
- Die Konsequenzen für die Kommunikation auf der Herzensfeld-Ebene mit den anderen.
Und darüber hinaus spielen die Aspekte von Bestrafung und Belohung eine bedeutsame Rolle. Die Konsequenzen sind immer ein Impuls, wie es zukünftig weiter geht. Man spricht
hierbei von negativen oder positiven Verstärkern. Und aus diesem Zusammenspiel von Konsequenzen und Bestrafung und Belohung ergeben sich Impulse für negative Entwicklung = Regression
oder aber für positive Entwicklung = Wachstum. Insgesamt gibt es auch hier wieder vier mögliche Konsequenzen:
- das Erfahren eines positiven Reizes = positive Verstärung (Belohnung)
- das Wegfallenfallen eines positiven Reizes = negative Bestrafung
- das Erfahren eines negativen Reizes = positive Bestrafung
- das Wegfallen eines negativen Reizes = negative Verstärkung
Erfahren wir eines dieser Verstärkerprinzipien über einen längeren Zeitraum, so sprechen wir von Konditionierung (und hier können wir wiederum die negative und die positive
Konditionierung unterscheiden). Und da wir während unserer Kindheit nunmal über mehrere Jahre immer wieder dieselben Konsequenzen für unser (verantwortungsloses oder verantwortungsvolles)
Verhalten aufgezeigt bekommen haben, haben wir diese Muster auf Zellebene ganz intuitiv verinnerlicht.
Und noch darüber hinaus können wir einmal schauen, welchen Zugang wir selbst zum Thema Konsequenzen haben. Welcher der folgenden Sätze spricht Dich an und mit welcher
Aussage kannst Du so gar nichts anfangen?
- Ich leide unter den Konsequenzen, die ich immer wieder ausbaden muss.
- Wenn die anderen so konsequent sind, da habe ich echt dran zu knapsen.
- Ich bin gerne konsequent.
- Ich kann gut und leicht Konsequenzen ziehen.
- Ich hadere manchmal damit, tatsächlich auch konsequent zu sein.
- Ich bin sehr konsequent mit mir. Wenn ich mir etwas vorgenommen habe, dann mache ich das auch.
- Ich kann mich oft nur schwer entscheiden, weil ich die Konsequenzen nicht überblicken kann.
- Ich mag keine Verantwortung übernehmen, weil ich die Konsequenzen nicht ziehen möchte.
- Ich übernehme gerne Verwntwortung und ich bin gerne konsequent.
- Es macht mir Spaß, andere die Konsequenzen spüren zu lassen.
- Ich zeige lieber den anderen die Konsequenzen auf, als dass ich hinschaue, was das für mich selbst bedeutet.
- Es fällt mir leicht, zu erkennen, was der andere tun müsste, wo er konsequenter sein und Verantwortung übernehmen müsste.
Wie immer gibt es hierbei kein richtig und kein falsch. Es ist lediglich eine Möglichkeit, sich selbst zu erkennen. Konsequenz hat auch immer etwas mit Toleranz und Konfrontation zu tun.
Wer sehr tolerant ist, ist vom Typ her oftmals weniger konsequent. Diese Kombination hat Nachteile und Vorteile. Gleiches gilt für Menschen, die sehr konsequent sind. Ihr Verhalten ist
dann oftmals vielleicht etwas konfrontativ, ruppig oder auch einfach nur ehrlich. Auch diese Art, das Leben zu Leben, hat Nachteile und auch Vorteile.
Die reine, göttliche Liebe ist die Toleranz in Perfektion, denn sie toleriert alles - alles ohne Ausnahme. Wirklich alles darf sein. Die reine, göttliche Liebe hat keine Vorstellung
von "etwas". Sie erlaubt. Sie lässt frei. Sie gewährt. Hier wird das Besondere der göttlichen Liebe deutlich, denn sie verfolgt keine Ziele, keine Absichten und keine Zukunftspläne.
Die göttliche Liebe ist einfach nur SEIN. Sie ist genau das, was jetzt ist. Verantwortung zu übernehmen und die damit verbundenen Konsequenzen durchzuziehen ist immer verbunden,
verknüpft, verbandelt und verstrickt mit einer Vorstellung von einem Ziel, das man (das Ego) erreichen möchte. Die Liebe verfolgt keine Ziele, deshalb braucht sie auch weder
Verantwortung zu übernehmen noch Konsequenzen aufzuzeigen, durchzuziehen oder die anderen spüren zu lassen.
Was bedeutet dies für mich als Mensch? - Natürlich kann auch ich als Mensch einfach göttlichenLiebe sein. Ich bin es ja sowieso, dann kann und darf ich es ja auch leben. Dann darf
alles geschehen. Dann halte ich, wenn ich auf die rechte Wange geschlagen werde, auch noch die linke hin. Dann darf man mich ans Kreuz nageln. Dann kann sich niemand mir gegenüber
verantwortungslos verhalten, weil ich alles erlaube. Dann bin ich wahrhaftig heilig. Mein Ego würde ein solches Verhalten oder eine solche Haltung bzw. Einstellung jedoch keineswegs als
heilig, sondern als "schön bescheuert", nicht ganz dicht, verwirrt und kopflos bezeichnen. - Und ganz genau dies ist es auch: kopflos. Weil dieser Mensch gebraucht seinen Kopf nicht
mehr für Vorstellungen von Verantwortung und Konsequenzen. Dieser Mensch verfolgt keine (eigenen) Ziele mehr. Dieser Mensch lässt mit sich machen, was das Leben mit ihm machen will.
Er selbst ist willenlos.
Selbst wenn ich mir vornehme, die Verantwortung für mein Inneres Kind zu übernehmen und mich entsprechend konsequent im Innen und Außen anderen und mir selbst gegenüber zu verhalten,
so verfolge ich doch ein Ziel, eine Vorstellung und bediene damit auch schon wieder die Ebene meines Ego. Verantwortung zu übernehmen im Namen der reinen, göttlichen Liebe würde in
letzter Konsequenz bedeuten, so willenlos (also ohne freien Willen) wie ein Tier (oder eine Pflanze) zu sein mit seinen inneren Instinkten und Intuitionen und zugleich mit dem reinen,
klaren Bewusstsein der
Präsenz des erwachten Menschseins all das, was ich (willenlos) tue, wahrzunehmen und zu beobachten und bewusst zu fühlen und zu bejahen.
Und hiermit ist aufgezeigt, wohin unsere Reise als Mensch geht ...
Du kannst Dir nun auch zu dieser Seite ein paar Notizen aufschreiben, mit welchen Aussagen oder Feststellungen Du harmonierst oder welchen Behauptungen Du eher kritisch gegenüber stehst.
Auf diese Weise
kannst Du Dich selbst noch weiterführend
erkennen.
Hast Du Klarheit gewonnen und ein paar Punkte aufgeschrieben?
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